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Donnerstag, 15. Februar 2007

Traktor-Abenteurerin: Mit dem Deutz durch Afrika zum Südpol

Manon Ossevoort ist eigentlich gar nicht die Art Person die man normalerweise mit alten Traktoren verbindet: Das Theater-Studium noch gar nicht so lange hinter sich, als Schauspielerin und Autorin eher den schönen Künsten als öligen Motoren zugewandt und von Technik und Traktoren nicht wirklich viel Ahnung. Doch der Eindruck täuscht: Die junge Niederländerin ist gerade mitten in Afrika unterwegs - mit einem grünen Deutz D6806, Baujahr 1976. Und das schon seit über eineinhalb Jahren.

"Schlepper weltweit" wird in Zukunft regelmäßig über Manons Fahrt berichten (per E--Mail erinnert werden).


Gestartet ist sie Mitte Juni 2005 in den Niederlanden. Über Frankreich ging's Richtung Balkan. Dann mit der Fähre Richtung Ägypten und über den Sudan und Äthiopien Richtung Süden. Nach einem längeren Zwischenstop in Nairobi (Kenia) wo der Traktor nochmal gründlich durchgecheckt wurde ist sie jetzt wieder unterwegs. Immer im Gepäck: Der Hund namens Kos und ein Theaterstück. Denn die Idee zu dieser Reise kam der jungen Autorin beim Schreiben:


Als Theatermacherin hatte ich die Idee für die Reise eines kleinen Mädchens auf einem Traktor. Eine Reise zum Ende der Welt und zurück. Aber wo ist das Ende der Welt? Wäre ich ein Kind würde ich sagen: Der Südpol. Als Erwachsene sage ich: Das schrecklichste kriegsgeschüttelte Land das ich mir vorstellen kann. Beide Stimmen - das Kind und die Erwachsene - sagten: Wir wollen gehen. Da dachte ich mir: In Ordnung, dann machen wir das einfach.



Mit dem Deutz bei den Pyramiden. Der Traktor wurde auf Kosten von Same Deutz-Fahr vor Beginn der Reise generalüberholt.


Überall auf ihrer Reise gibt Manon Vorstellungen - teils vor tausenden Zuschauern - und sammelt Spenden für eine handvoll Hilfsprojekte die sie mit ihrem Projekt unterstützt.

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Noch ein paar Monate, dann ist das Kap der guten Hoffnung erreicht. Dann muss Hund Kos zurückbleiben. Traktor und Fahrerin gehen dann an Bord eines Eisbrechers Richtung Südpol.

Der Traktor selbst hat eine bewegte Geschichte hinter sich. In einer E-Mail aus Afrika an "Schlepper weltweit" schreibt Manon:

Den Traktor habe ich ursprünglich von einem Landmaschinenhändler in meinem Heimatdorf gesponsert bekommen. Das war für meine kleine "Probefahrt" nach Paris, wo ich eine Tasse Kaffee unter dem Eifelturm trinken wollte. Ich habe dem Mann gleich von meinem großen Südpol-Plan erzählt und ich glaube er hat in sich hereingelächelt weil er es für einen guten Witz hielt. Er gab mir dann einen Traktor von dem er wusste dass er einen Trip wie diesen schaffen könnte. Das wurde mir auf der Reise übrigens von vielen Bauern und Landmaschinenhändlern bestätigt. Jeder weiß und sagte mir dass so ein Deutscher Traktor der alten Schule niemals kaputt gehen würde. Allerdings hat mir auch niemand verraten dass ich mit dem langsamsten Traktor der Welt reisen würde - aber kaputt ist er mir in der Tat noch nie gegangen. Sonst weiß ich nicht viel über seine Geschichte. Bevor ich ihn bekam wurde er nur noch als Zufahrzeug für den jährlichen Karnevalsumzug gebraucht. Im Tank waren Getränkedosen und der Traktor war als riesige Ente dekoriert. Später fand ich dann heraus dass mein Traktor von einem Typ ist der nur 1976 gebaut wurde und später verändert wurde. In Belgien haben sie mir erzählt dass ich quadratische Zylinderköpfe habe!"


Die Genüsse der Zivilisation (ein Café mit Internetanschluss zum Beispiel) gibt's nur selten auf dem Trip durch Afrika.


Giraffenfütterung während der Fahrt.
Links


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Kommentare:

Kai hat gesagt…

Hi Thomas,
schöner Beitrag und bestimmt auch nett für die Reisende, wenn Sie hier ab und zu was liest. Vielleicht kommentiert sie selbst ja auch mal.
Gruß vom Farmblogger

T. Zier hat gesagt…

Die Reiaende war schon mindestens einmal auf diesen Seiten - zumindest gab es im Weblog einen Besucher aus Mozambique :-)

Wir bleiben auf ejden Fall in Kontakt und werden ab jetzt regelmäßig neue Tagebucheinträge von Manon veröffentlichen.

Ob sie genug Deutsch versteht um hier kommentieren zu können werden wir sehen :-)

NiB hat gesagt…

Viele Grüße