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Samstag, 3. Februar 2007

Seltener Bausatz: Für den Thieman-Traktor musste man sein Auto ausschlachten

Traktoren sahen nicht immer so aus wie heute – bevor sich auf die jetzige Form (vier Räder, zwei davon groß) und Zweck (spezialisiert auf Hof- und Feldarbeit, indem Zubehör hinterhergezogen wird) herauskristallisiert hatte, hab es eine Menge Experimente. Viele davon hatten ein Ziel: Kosten sparen. Traktoren-Bausätze waren dabei nicht unüblich. In den USA lief es meistens lief es darauf hinaus, die beliebten Ford-Automodelle T und A mit größeren Hinterrädern, modifizierter Heizung und dergleichen auszustatten.


Für diesen Traktor wurde ein Ford Model A geschlachtet: Im Bild der Motor, der Kennern sofort ins Auge fällt. Außerdem verbaut: Getriebe, Hinterwagen, etc.

Der Thieman-Traktor, den wir in Minnesota für die Zeitschrift AgroClassic (ab 3. März im Bahnhofsbuchhandel erhältlich) aufstöberten, ging das Problem von der entgegengesetzten Seite an: Thieman lieferte das Chassis – der Bauer musste nur Motor und dergleichen auftreiben. Gebaut wurde das Modell von 1936 bis 1942.

Der Thieman auf den Fotos gehört Bill Thelemann (Ähnlichkeiten im Namen sind rein zufällig). Der lebt in Le Sueur im US-Bundesstaat Minnesota und hat das Prachstück gemeinsam mit seinem Vater restauriert.


Der seltene Traktor-Bausatz ist auf jedem Schleppertreffen ein einzigartiger Blickfang.

„Irgendjemand muss ihn irgendwo aus dem Wald rausgezogen haben”, sagt Bill Thelemann: „Alle Teile wie der Rahmen und die Räder waren stark abgenutzt. Der Rahmen und der Motor waren da, aber es gab nur eine Motoraufhängung. Also musste ich alle anderen Aufhängungen und viele weitere Teile selbst bauen.“

Pflegeleichter Klassiker

Jetzt da der Thieman restauriert ist, halten sich Wartung und Reparaturen in Grenzen. Zwar rostet der Verteiler gern weil er oben ungeschützt den Elementen ausgesetzt ist. Aber sonst, freut sich Bill, „läuft er rund und ein einen sehr ausgewogenen Motor. Alles ziemlich problemlos – ein schönes Gerät für Paraden und Ausstellungen.”


Als erschwinglichen Allzweck-Traktor preist dieser Prospekt den Thieman an - während der Weltwirtschaftskrise ein zugkräftiges Argument.

Einzigartiges Fahrgefühl

Den Thieman zu fahren ist für Bill jedes Mal ein kleines Abenteuer: „Man fühlt sich nie so richtig sicher. Sie waren irgendwie gefährlich, neigten – vermutlich wegen der leichten Front - dazu rückwärts überzukippen. Wie das zugrunde liegende Auto hat der Thieman drei Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang, aber mit nur einem Vorderrad ist alles sehr wackelig. „Ich würde ihn nicht als Arbeitstraktor einsetzen wollen”, winkt Bill ab: “Aber damals ging es halt darum dass man sein Auto billig in einen Traktor umbauen konnte.”

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Mehr Infos:
  • Ausführlicher Artikel mit Fotos ab 3. März in der Zeitschrift AgroClassic - erhältlich im Bahnhofsbuchhandel
  • Mehr Fotos und Prospekte ebenfalls Anfang März an dieser Stelle. Am besten unseren E-Mail-Newsletter abonnieren um nichts zu verpassen.


Vielen Dank an:

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Text: Öffentlich gemäß GFDL. Fotos (c) Bill Vossler

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